„Das Veranstaltungsgelände hat sich dieses Jahr ein wenig geändert aufgrund der Umbauarbeiten auf dem Gelände in Niedernhall. Die neuen Tennisplätze sind ja weiter nach links gerutscht, deshalb ist auch das Veranstaltungsgelände weiter links“, erklärt Corinna Zürn vom Organisationsteam von ebm-papst. „Die Zielverpflegung ist auf der linken Seite, nicht mehr auf der Wiese.“ Auch die Fußgängerbrücke ist direkt bei Start und Ziel. Unter dieser werden die Läufer nun die Zeitnahme überqueren. Am Ende sind es aber nur optische Veränderungen, die keinen Einfluss auf den Ablauf der Veranstaltung haben.

Vor allem im Marathon zeichnet sich dieses Jahr ein spannendes Rennen ab. Mit Martin Schwab und Kay-Uwe Müller stehen der Titelverteidiger und der Rekordsieger an der Startlinie. Schwab gewann im vergangenen Jahr, Müller in den Jahren 2009, 2010, 2011 und 2016. Dazwischen triumphierte er auch bereits im Duo-Marathon und im Halbmarathon. Die beiden haben mit Dominik Kozanda einen ganz besonderen Herausforderer. Für ihn sind die 42 Kilometer fast schon eine Kurzstrecke. Er absolvierte unter anderem einen Triple Ultra Triathlon, bei dem zunächst 11,4 Kilometer geschwommen werden, danach geht es 540 Kilometer mit dem Rad auf die Strecke und zum Abschluss wird ein dreifacher Marathon, also 126,6 Kilometer, absolviert. „Es ist spannend zu sehen, wie so ein Ultraläufer die Marathonstrecke angeht und mit Spezialisten mithalten kann“, sagt Wettkampfleiter Uwe Richlik. Aber auch sonst ist er neugierig auf die Marathonkonkurrenz: „Drei der ersten Vier des vergangenen Jahres sind wieder am Start, dazu kommen Kay-Uwe Müller und Dominik Kozanda. Das wird interessant. Vielleicht ist ja auch noch ein weiterer schneller Läufer im Teilnehmerfeld, den ich nicht kenne.“ Für ihn ist Müller der Favorit. „Er liefert bei seinen bisherigen Wettkämpfen so eine Konstanz ab, das ist beeindruckend. Er läuft fast immer eine Zeit zwischen 2:30 und 2:40 Stunden, egal wo“, sagt Richlik. Auf der – zumindest in der ersten Hälfte – bergigen Strecke im Kochertal, dürfte es bei Müller eher in Richtung 2:35, 2:40 Stunden gehen. Schwab gewann im vergangenen Jahr mit einer Zeit von 2:48,40 Stunden.

Den Veranstaltern von ebm-papst und Polizeisportverein Hohenlohe liegt aber vor allem die breite Masse am Herzen. Ihnen geht es weniger um Höchstleistungen. Die Teilnehmer sollen einfach Freude am Laufen haben und sich bei der Veranstaltung wohlfühlen. So wurde vor zwei Jahren das Projekt 0-10-21 gegründet, bei dem Anfänger an den Wettkampf herangeführt werden. In diesem Jahr gab es rund 100 Teilnehmer. Eine davon ist Melissa Schulze aus Adolzhausen: „Ich habe mitgemacht, weil ich es ganz cool fand. Wir sind jede Woche zusammen gelaufen, das hat super viel Spaß gemacht. Ich finde, es motiviert dann auch. Mal sehen, wie es läuft. Davor fand ich laufen immer ganz schrecklich.“ Am Sonntag will sie die 10 Kilometer angehen und versuchen, in 1:10 Stunden ins Ziel zu kommen.

Wenn die meisten Läufer im Ziel sind, geht es dann für den Nachwuchs auf die Strecke. Um 12.30 Uhr gehen die Kinderläufe mit dem Mini-10er los. Gefolgt von Mini-Halbmarathon, Mini-Marathon und Bambini-Marathon. Den Abschluss bilden dann wie in jedem Jahr die Handbiker (Start 14 Uhr) und Inline-Skater (Start 14.45 Uhr). Da die Rennen Teil nationaler Serien sind, ist auch hier wieder ein hochkarätiges Feld am Start.


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