Glossar

BegriffErklärung
AC-Ventilatormit Wechselstrom betriebener Ventilator
Artificial Intelligence (AI)Englischer Begriff für Künstliche Intelligenz (KI)
Carbon Disclosure Project (CDP)internationale Non-Profit-Organisation, die Unternehmen und Städte zur Veröffentlichung ihrer Umweltdaten auffordert, um Transparenz im Klimaschutz zu fördern
CircularityKreislaufwirtschaft
Cloud ComputingCloud Computing bezeichnet die Nutzung von IT-Ressourcen wie Speicherplatz, Rechenleistung oder Software über das Internet. Die benötigten Dienste werden nicht auf dem eigenen Computer oder Server betrieben, sondern von externen Rechenzentren bereitgestellt.
Cloud-AnbindungZugriff auf IT-Ressourcen, wie z. B. Speicherplatz, Rechenleistung oder Software, die via Internet verfügbar gemacht werden
CO2-Äquivalente (CO2e)Maßeinheit, um die Wirkung der verschiedenen Treibhausgase in einem Wert zusammenzufassen und vergleichbar zu machen, basierend auf ihrem jeweiligen Beitrag zum Treibhauseffekt im Vergleich zu Kohlendioxid (CO2).
CO2e-HotspotsBereiche mit besonders hohen Treibhausgasemissionen. Sie zeigen, wo die größten Potenziale zur Reduzierung von Emissionen liegen.
Code of ConductVerhaltenskodex, der für die Mitarbeitenden und Geschäftspartner:innen eines Unternehmens gilt. Er enthält Richtlinien, die sich das Unternehmen freiwillig auferlegt, und Angaben zum rechtlich korrekten, ethischen und sozialen Verhalten macht.
ComplianceEinhaltung von geltenden Gesetzen, Vorschriften, internen Richtlinien sowie ethischen Standards. Compliance dient dazu, regelkonformes, verantwortungsvolles und integres Handeln im Unternehmen sicherzustellen.
Compliance-Kulturbezeichnet ein Unternehmensklima, in dem sich alle Unternehmensangehörigen an gesetzliche Vorschriften und unternehmensinterne Regeln halten
Connectivityengl. für Konnektivität, bezeichnet die Verbindungsfähigkeit von Maschinen, Geräten und Computern
Corporate GovernanceRahmen für die verantwortungsvolle, transparente und regelkonforme Leitung und Überwachung eines Unternehmens. Corporate Governance umfasst die Strukturen, Prozesse und Grundsätze, die eine nachhaltige und integre Unternehmensführung sicherstellen.
Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD)EU-Richtlinie, die Unternehmen zur Offenlegung ihrer Nachhaltigkeitsinformationen verpflichtet
Corporate-VenturingCorporate-Venturing bezeichnet den Prozess, bei dem etablierte Unternehmen in Startups investieren und mit ihnen zusammenarbeiten, um neue Innovationen und Marktchancen zu erschließen.
Cradle-to-Cradleein umfassendes Designkonzept (dt. „von der Wiege bis zur Wiege“). Es geht darum, Produkte und Prozesse so zu gestalten, dass sie von vornherein für einen unendlichen biologischen oder technischen Kreislauf geeignet sind, also keinen Abfall erzeugen. Alle verwendeten Materialien sind am Ende der Produktlebensdauer entweder vollständig biologisch abbaubar und in den Naturkreislauf rückführbar oder können ohne Wertverlust effizient in einen neuen Produktionskreislauf zurückgeführt werden.
DekarbonisierungVerfahren und Prozesse der Industrie und Wirtschaft werden so gestaltet, dass diese möglichst keine fossilen Brennstoffe beanspruchen und keine Treibhausgase in der Atmosphäre freisetzen
DH-StudierendeDH = Duale Hochschule
Diversitätsteht für menschliche Vielfältigkeit hinsichtlich des Alters, der körperlichen und geistigen Fähigkeiten, ethnischen Herkunft und Nationalität, sexuellen Orientierung, sozialen Herkunft, des Geschlechts und der geschlechtlichen Identität, der Religion und Weltanschauung
EACengl. Abkürzung für „Energy Attribute Certificates“: Handelbare Herkunftsnachweise für Strom aus erneuerbaren Energien.
EC-VentilatorVentilator, der von einem bürstenlosen Gleichstrommotor angetrieben wird; arbeitet leiser und effizienter als ein AC-Ventilator
EcoVadisAnbieter von Nachhaltigkeitsratings, der Leistungen von Unternehmen in den Bereichen Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik und nachhaltige Beschaffung bewertet
End-of-Life-Testbezeichnet Zuverlässigkeitstests, die die technologischen Grenzen von Produkten ermitteln, indem sie anhaltenden Belastungen bis zum Totalausfall ausgesetzt werden
Energy Efficiency AwardAuszeichnung der Deutschen Energie-Agentur (dena) für Projekte zur Energie- und CO2e-Einsparung sowie Konzepte, die Klimaneutralität und die Transformation der Industrie voranbringen
Environmental Social Governance (ESG)steht für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung; beschreibt Kriterien, die zur Messung der Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Auswirkungen eines Unternehmens herangezogen werden
ESRSEuropäische Standards für Nachhaltigkeitsberichterstattung
Facility Management (FM)Verwaltung und Bewirtschaftung von Gebäuden und deren technischen Anlagen
Fan-GridFan-Grid ist ein Verbund mehrerer Ventilatoren, die gemeinsam die benötigte Luftmenge erzeugen. Dadurch können Lüftungs- und Klimaanlagen effizienter, flexibler und zuverlässiger betrieben werden.
Front-EndFront-End ist der Bereich einer Website oder Software, den Nutzerinnen und Nutzer sehen und bedienen. Dazu gehören beispielsweise Seiteninhalte, Menüs und Eingabefelder.
Global Reporting Initiative (GRI)unabhängige internationale Organisation, die weltweit anerkannte Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen entwickelt
Internet of Things (IoT)ein Netzwerk physischer Objekte („Things“), die über Kommunikationsnetze (Telefon- und Mobilfunknetze, WLAN, Bluetooth etc.) miteinander verbunden sind und untereinander Daten austauschen
ISAEengl. für „International Standard on Assurance Engagements", eine Reihe international anerkannter Standards für unabhängige Prüfungs- und Bestätigungsleistungen, die vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) herausgegeben werden. Im Kontext der Nachhaltigkeitsberichterstattung wird insbesondere der Standard ISAE 3000 (Revised) angewendet, um mit begrenzter oder hinreichender Sicherheit die Verlässlichkeit von ESG-Informationen zu prüfen.
ISO 50001internationale Norm, die Anforderungen an ein Energiemanagementsystem definiert, um die Energieeffizienz von Organisationen zu verbessern
Kapitalallokation Kapitalallokation ist im Finanzkontext der Prozess der Verteilung von Finanzressourcen auf verschiedene Investitionen oder Geschäftsbereiche, um die Rendite zu maximieren und das Risiko zu minimieren. Dieser Prozess ist entscheidend für die effiziente Nutzung von Kapital innerhalb eines Unternehmens oder eines Investmentportfolios.
Klimarisikoanalyse Klimarisikoanalyse bezeichnet ein Verfahren zur Identifikation und Bewertung von Auswirkungen des Klimawandels auf ein Unternehmen. Sie hilft dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen zur Anpassung und Stärkung der Klimaresilienz (Fähigkeit mit diesen Risiken umzugehen) abzuleiten.
Klimaschutz-Unternehmen e. V.ein branchenübergreifendes Unternehmensnetzwerk der deutschen Wirtschaft, das sich für das Erreichen der klimapolitischen Ziele Deutschlands einsetzt und durch eine konsequente Umsetzung von innovativen Projekten in den Bereichen Klimaschutz und Energieeffizienz eine Vorreiterrolle einnehmen will
KonsolidierungskreisKonsolidierungskreis bezeichnet alle Unternehmen und Tochtergesellschaften, die in die gemeinsame Berichterstattung eines Konzerns einbezogen werden. Dadurch werden die Ergebnisse und Kennzahlen aller relevanten Unternehmen zusammengefasst und als Gruppe dargestellt.
KPIengl. Abürzung für „Key Performance Indicator", messbare Leistungskennzahl zur Bewertung des Fortschritts bei der Erreichung definierter Unternehmensziele.
Kreislaufwirtschaft / Circular Economyregeneratives Wirtschaftsmodell, das darauf abzielt, den Ressourceneinsatz auf ein Minimum zu reduzieren, um diese Ressourcen durch Anwendung der R-Strategien so lange wie möglich im Kreislauf zu halten
Künstliche Intelligenz (KI)Algorithmen und Systeme, die in der Lage sind, menschliche Fähigkeiten wie logisches Denken, Lernen und Planen auszuführen
Lego-Serious-Playinnovative Problemlösungs-, Kommunikations- und Kreativmethode, bei der Lego-Bausteine verwendet werden, um die Ideenfindung zu fördern
Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG)verpflichtet Unternehmen dazu, menschenrechtliche und umweltbezogene Sorgfaltspflichten in ihren globalen Lieferketten zu erfüllen
Liquid CoolingEin Kühlverfahren, bei dem Flüssigkeiten Wärme direkt von leistungsstarken Komponenten abführen. Die Technologie gewinnt insbesondere in Rechenzentren und KI-Anwendungen an Bedeutung, da herkömmliche Luftkühlung bei hohen Leistungsdichten zunehmend an ihre Grenzen stößt.
Local for LocalGeschäftsstrategie, bei der Produkte und Dienstleistungen vor Ort produziert und konsumiert werden, um Transportwege zu verkürzen und lokale Wirtschaften zu stärken
Machine Learningengl. für maschinelles Lernen, ein Teilbereich der künstlichen Intelligenz; Computer werden darauf trainiert, aus Daten und Erfahrungen zu lernen und sich stets zu verbessern
Natural Language Processingengl. für Verarbeitung natürlicher Sprache; Teilbereich der künstlichen Intelligenz, der Computer in die Lage versetzen soll, menschliche Sprache zu verstehen und zu interpretieren
Next Level MittelstandArbeitskreis von Mittelständischen Unternehmen, die sich mit den (aktuellen) Themen der digitalen Transformation beschäftigen und diese im gegenseitigen Austausch und gemeinsamen Miteinander voranbringen; entstanden aus der Initiative „Plattform Industrie 4.0“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz 
Original Equipment Manufacturer (OEM)Hersteller von Komponenten oder Produkten, der diese nicht selbst im Einzelhandel vertreibt
PCFengl. Abkürzung für „Product Carbon Footprint“ = Produkt-CO₂e-Fußabdruck. Er beschreibt die Treibhausgasemissionen eines Produkts über seinen gesamten Lebenszyklus, angegeben in CO₂-Äquivalenten (CO₂e).
PFASGruppe synthetischer Chemikalien, die in vielen industriellen Prozessen und Konsumgütern verwendet werden, jedoch umweltschädlich und gesundheitsschädlich sein können
Plus-Energie-GebäudeGebäude, das über ein Energiekonzept verfügt, das mehr Energie erzeugt, als es verbraucht
Policy / PoliciesVerbindliche Unternehmensrichtlinie(n), die Grundsätze, Anforderungen und Verantwortlichkeiten zu bestimmten Themen festlegen. Policies dienen als Orientierung für ein konsistentes, regelkonformes und verantwortungsvolles Handeln innerhalb des Unternehmens.
PPAengl. Abkürzung für „Power Purchase Agreement“, ein langfristiger Vertrag über den Bezug von Strom zwischen einem Stromerzeuger und einem Stromabnehmer. PPAs werden häufig für Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind- oder Solaranlagen abgeschlossen und regeln unter anderem Liefermenge, Preis und Vertragslaufzeit. Sie unterstützen Unternehmen dabei, ihre Energieversorgung langfristig abzusichern und den Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern.
Product Lifecycle Management (PLM)engl. für Produktlebenszyklus; beschreibt den Prozess von der Markteinführung bzw. Fertigstellung eines marktfähigen Produktes bis zu seiner Einstellung
Prompt-GymsPrompt-Gym ist ein Lernformat, in dem Mitarbeitende den Umgang mit KI-Systemen üben. Durch praktische Übungen lernen sie, bessere Anweisungen (Prompts) zu formulieren und KI-Anwendungen effektiver zu nutzen.
PromptingPrompting ist die gezielte Eingabe von Anweisungen an eine KI, um Aufgaben zu lösen oder Inhalte zu erstellen.
Proof of ConceptNachweis des Wirkkonzept/ Konzeptnachweis
R-StrategienAnsätze im Rahmen der Kreislaufwirtschaft, die sich auf Reduzieren, Wiederverwenden, Reparieren, Recyceln und andere Maßnahmen konzentrieren, um den Verbrauch an Primärressourcen zu reduzieren und den Einsatz von Sekundärrohstoffen zu fördern
Refurbishing-ProzessWiederherstellung, Reparatur oder Renovierung von gebrauchten Produkten oder Geräten, um sie in einen funktionsfähigen und fast neuwertigen Zustand zurückzuversetzen
RESETder weltweit erste sensorbasierte Luftqualitätsstandard und gleichzeitig ein Zertifizierungsprogramm für Gebäude und deren Innenräume
RetrofitDie Nachrüstung und Modernisierung älterer Lüftungsanlagen mit effizienteren EC-Ventilatoren, um die Energieeffizienz zu steigern
RisikoprofilEin Risikoprofil gibt einen Überblick über die wesentlichen Risiken eines Unternehmens. Es beschreibt die Art der Risiken, ihre Eintrittswahrscheinlichkeit sowie ihre potenziellen Auswirkungen, beispielsweise in Form geringerer Einnahmen oder höherer Kosten. Darüber hinaus unterstützt es die Einschätzung, unter welchen Voraussetzungen die langfristige Unternehmensentwicklung gefährdet sein könnte.
RLT-Anlagen RLT-Anlagen (Raumlufttechnische Anlagen) sind technische Systeme zur Belüftung und Klimatisierung von Gebäuden. Sie sorgen für die Zufuhr von Frischluft und können die Luft filtern, heizen, kühlen, befeuchten oder entfeuchten.
R-StrategienAnsätze im Rahmen der Kreislaufwirtschaft, die sich auf Reduzieren, Wiederverwenden, Reparieren, Recyceln und andere Maßnahmen konzentrieren, um den Verbrauch an Primärressourcen zu reduzieren und den Einsatz von Sekundärrohstoffen zu fördern
ScaleupJunges Wachstumsunternehmen, das nach der Start-up-Phase seine Geschäftstätigkeit erfolgreich skaliert und weiter ausbaut.
Science Based Targets initiative (SBTi)Klimaschutzorganisation, die es Unternehmen und Finanzinstituten weltweit ermöglicht, ihren Beitrag zur Bekämpfung der Klimakrise zu leisten. Eingereichte Emissionsziele werden auf Basis des Pariser Klimaabkommens von SBTi wissenschaftlich bewertet, um die Begrenzung der globalen Erwärmung auf max. 1,5 °C zu erreichen.
SCOP/SEER

"Der SEER-Wert (Seasonal Energy Efficiency Ratio) und der SCOP-Wert (Seasonal Coefficient of Performance) sind wichtige Kennzahlen für die Energieeffizienz von Klimaanlagen.

SEER-Wert: Beschreibt die Kühlleistung einer Klimaanlage im Kühlbetrieb über eine gesamte Kühlsaison.

SCOP-Wert: Beschreibt die saisonale Energieeffizienz im Heizbetrieb über eine gesamte Heizsaison.

Beide Kennzahlen berücksichtigen realistische Betriebsbedingungen über den Jahresverlauf.

ScopeTreibhausgasemissionen eines Unternehmens werden in drei Bereiche (Scopes) eingeteilt. Scope 1 bezeichnet direkte Emissionen aus eigenen oder kontrollierten Quellen. Scope 2 beschreibt indirekte Emissionen aus der Erzeugung von zugekaufter Energie. Scope-3-Emissionen sind alle indirekten Emissionen (nicht in Scope 2), die in der Wertschöpfungskette des berichtenden Unternehmens entstehen, einschließlich der vor- und nachgelagerten Emissionen.
StakeholderPersonen oder Gruppen, die ein Interesse an den Aktivitäten und Entscheidungen eines Unternehmens haben und davon betroffen sind, wie z. B. Mitarbeitende, Kund:innen, Lieferant:innen und Investor:innen
Supply chainLieferkette
Sustainable Development Goals (SDGs)engl. für „Ziele für nachhaltige Entwicklung“; 17 miteinander verbundene Ziele, die 2015 von allen Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen angenommen wurden. Diese Ziele bilden ein gemeinsames Fundament für Frieden, Wohlstand und ökologische Nachhaltigkeit.
TreibhausgaseSpurengase in der Erdatmosphäre, z. B. Kohlendioxid und Methan, die einen Teil der Wärmestrahlung in der Erdatmosphäre einfangen, zurück zur Erdoberfläche reflektieren und so die Temperatur der Planetenoberfläche erhöhen (Treibhauseffekt).
United Nations Global Compact / UN Global CompactInitiative der Vereinten Nationen für nachhaltige und verantwortungsvolle Unternehmensführung. Teilnehmende Unternehmen verpflichten sich zur Einhaltung von zehn Prinzipien in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umwelt und Korruptionsbekämpfung.
Verhaltenskodex der Responsibile Business AllianceDer Verhaltenskodex der Responsible Business Alliance (RBA) ist ein international anerkannter Standard für verantwortungsvolle Unternehmensführung in globalen Lieferketten. Er legt fest, dass Unternehmen sichere Arbeitsbedingungen schaffen, Menschenrechte achten, umweltverträglich handeln und ihre Geschäfte ethisch führen sollen.
Wertschöpfungsketteumfasst alle Prozesse, die zur Herstellung und Lieferung eines Produkts erforderlich sind, vom Rohstoff bis zum Endverbraucher
WesentlichkeitsanalyseMethode zur Bestimmung besonders relevanter Nachhaltigkeitsthemen für ein Unternehmen, bei der eine Kombination aus internen und externen Faktoren in die Bewertung einfließt