FAQ

ebm-papst beantwortet Fragen zur Produktgeneration S-Force.

Fragen und Antworten
Wie lauteten die vorrangigen Ziele bei der Entwicklung der Lüftergeneration S-Force?
Es besteht hohe Nachfrage nach Lüftern, die mehr Leistung bei gleichem, nach Möglichkeit geringerem Platzbedarf für den Lüfter bieten. Es ging also darum, eine neue Lüftergeneration zu entwickeln, die sehr viel mehr Druck und sehr viel mehr Volumenstrom als bisherige Modelle bieten kann. Und die bei den ambitionierten Zielen dieser Förderleistung selbst bei hohem Gegendruck einen möglichst niedrigen Geräuschpegel aufweist.
Welches waren die technischen Herausforderungen bei der signifikanten Anhebung der Drehzahl?
Die erhebliche Ausweitung des Drehzahlniveaus erforderte die Entwicklung besonders robuster Mechanikkonzepte: Lager, Lüfterrad, Lüftergehäuse und Steganbindung halten signifikant höheren Belastungen stand. Die angestrebten Leistungsdaten waren nur mit herausragender Motor- und Elektronik-Technologie zu realisieren. Und natürlich traten ganz neue Fragen in den Bereichen Aerodynamik und Fluidmechanik auf.
Wie sehen die wichtigsten Lösungen im Bereich Mechanik aus?
Das Lüftergehäuse wurde durch die Optimierung der Materialstärken und den Einsatz von glasfaserverstärktem Kunststoff und Aluminum bei den größeren Einheiten extrem versteift. Das Mehr-Stege-Design sorgt für zusätzliche Festigkeit, wobei die asymmetrische Anordnung der Stege die optimale Balance zwischen Robustheit und möglichst geringer Beeinflussung der Fluidmechanik bietet.
Was macht die Motoren so besonders?
Die neu entwickelten 3-Phasen-Multipol-Motoren mit 6 bis 12-polig magnetisierten Rotoreinheiten im 9-nutigen Statorpaket ermöglichen Spitzenleistungen von bis zu 320 Watt. Dabei wurden hervorragende Werte bei der Verbesserung der Motorinnendurchströmung realisiert. Die optimierte Eigenkühlung ist für die lange Lebensdauer der Motoren unerlässlich. Der Einsatz von Winglets an den Spitzen des Lüfterrades und die besonders steilen aerodynamischen Kennlinien der Laufräder setzen Maßstäbe. Das alles zeigt, welches Wissen, aber auch welche Innovationsfähigkeit ebm-papst besitzt.
Wird die Generation der schnell drehenden Lüfter Auswirkungen auf die Entwicklung von Geräten haben?
Ja, hier ist der Anfang einer neuen Entwicklung zu sehen. Es ist smart, Anlagen mit einem oder mehreren kleinen Lüftern punktgenau zu belüften. Voraussetzung ist die intelligente Vernetzung der einzelnen Lüfter und die Möglichkeit, sie individuell situationsbedingt regeln zu können. Durch die moderne Elektronik der S-Force Linie sind hier ausgesprochen individuelle Lösungen möglich. Der Markt verlangt mit Nachdruck - ganz speziell aus den Entwicklungsabteilungen unserer Kunden - auf Grund der immer kompakteren Gerätebestückung und der Wärmeentwicklung platzsparende leistungsstarke Kühllösungen.
3-phasige Multipol-Motoren: Steht das nicht gleichbedeutend für komplizierte Motortechnologie?
Nicht zwangsläufig. Bei S-Force Lüftern ist die Betriebselektronik vollständig in den Lüfter integriert. Die Kommutierungs- und Betriebselektronik ist also bereits an Bord und bedarf keines Eingriffes seitens der Nutzer. Nebenbei: Die S-Force Lüfter sind in der Regel mit einem digitalen Motormanager mit Microprozessor-gesteuerter Elektronik ausgerüstet. Das heißt, die GreenTech EC-Technologie der S-Force Generation bietet viele zusätzliche Features, die optional frei wählbar sind und dem Kunden einen deutlichen Mehrwert bieten.
Welche Features sind in der S-Force-Linie realisiert?
Natürlich sind diese Lüfter mit einem Verpol- und Überlastschutz gesichert. Optional rüsten wir die Motoren mit einer Vielzahl unterschiedlicher Steuerungs- und Überwachungsfunktionen aus, etwa Drehzahlüberwachung oder Alarmsignal. Die Drehzahlsteuerung ist über PWM, Steuerspannung oder mittels integriertem oder externem Temperatursensor realisierbar. Bis hin zu Sonderausführungen in IP54 ist alles möglich.