Pressearchiv 2008

12.12.2008

Wirtschaftsminister Ernst Pfister besuchte ebm-papst St. Georgen

Ein Plädoyer für Investitionen in Forschung und Entwicklung hielt Wirtschaftsminister Ernst Pfister am Donnerstag während des "9. Unternehmer-Abends", zu dem die Stadt St. Georgen eingeladen hatte und der in den Räumen von ebm-papst in St. Georgen stattfand. Nur so seien die Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Wirtschaft und damit Arbeitsplätze zu sichern.

Thomas Wagner, Geschäftsführung ebm-papst Gruppe (rechts), begrüßt Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Ernst Pfister am Unternehmensstandort St. Georgen.
Thomas Wagner, Geschäftsführung ebm-papst Gruppe (rechts), begrüßt Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Ernst Pfister am Unternehmensstandort St. Georgen.

Bei ebm-papst fühle er sich mit dieser Forderung sehr wohl, sagte Pfister, denn das Unternehmen sei ein gutes Beispiel für die Kausalkette, dass intensive Entwicklungsarbeit zu innovativen Produkten führt, für die es auf dem Weltmarkt immer Abnehmer geben werde. "Eine Krisensituation darf uns nicht davon abbringen, heute die wichtigen Investitionen zu tätigen, die den Ertrag und die Arbeitsplätze von morgen sichern," forderte der Wirtschaftsminister Baden-Württembergs.

Thomas Wagner, Geschäftsführer von ebm-papst in St. Georgen, hatte die Gäste zuvor begrüßt. Annähernd 100 Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung, von Verbänden sowie den Bildungsträgern der Stadt waren der Einladung gefolgt. Wagner betonte in seiner Ansprache, dass das Unternehmen in der aktuell turbulenten Situation nicht in das allgemeine Jammern einstimmen werde, sondern "alle Kraft einsetzt, neue, zukunftsfähige Produkte zu entwickeln." Im Bereich der Energieeffizienz sieht Wagner großes Zukunftspotenzial für das Unternehmen: "Niemand will auf den gewohnten Komfort und die gewohnte Mobilität verzichten. Um diese Bedürfnisse zu befriedigen, benötigen wir neue Ideen und Konzepte." Es gebe attraktive Wachstumsmärkte in der Zukunft, und ebmpapst sei mit seinen energieeffizienten Produkten hervorragend aufgestellt.

Wagner forderte aber auch vom Land Baden-Württemberg weitreichende Investitionen, vor allem in die Infrastruktur und die Bildung. Denn ohne attraktive Rahmenbedingungen könnten die Unternehmen nicht leisten, was die Politik von ihnen verlange.

Michael Rieger, Bürgermeister St. Georgens, schloss sich der Forderung Wagners nach Investitionen in die Infrastruktur an: "Wir benötigen Wege für den Verkehr, und wir benötigen Wege für den Datenaustausch." Seit 30 Jahren sei die Verbindung St. Georgens an die A81 nicht substanziell verbessert worden, und auch bei der Verfügbarkeit des schnellen Internets gebe es nicht zu akzeptierende Benachteiligungen gegenüber den Metropolregionen. "Wie lange sollen wir hier noch stillhalten?" fragte der Bürgermeister unter dem Applaus der Unternehmer.

Pfister verwies auf die einschlägigen Anstrengungen der Landesregierung, mit entsprechenden Sonderprogrammen die Infrastruktur zu verbessern. "Natürlich ist das Land größer als das S-Bahn-Netz der Landeshauptstadt," räumte er ein – ohne freilich zeitnahe Besserung für St. Georgen versprechen zu können. Er verdeutlichte, dass das Land sehr genau beobachte, dass es zu keiner Kreditklemme komme, im Zweifel werde man mit Bürgschaften unterstützend eingreifen. Und auf dem Weg der Unterstützung so genannter wirtschaftsnaher Forschungsinstitute fördere das Land den Technologie-Transfer von der Grundlagenforschung hin zu marktfähigen Produkten.

Für die Zukunft der Wirtschaft in Baden-Württemberg führte Pfister drei Megatrends aus: So käme der Ausbildung der Jugend eine noch größere Bedeutung zu als jetzt schon, da durch die demographischen Realitäten immer weniger Arbeitskräfte zur Verfügung stünden: "Wir können es uns nicht länger leisten, auch nur einen Jugendlichen ohne Ausbildung zu lassen – im Sinne des Menschen, und im Sinne der Gesellschaft als Ganzes." Wichtig sei es zudem, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf kontinuierlich zu verbessern, um vermehrt das Potenzial der Frauen nutzen zu können. Und drittens gelte es den "Jugendwahn zu beenden". Weder die Gesellschaft als Ganzes noch die Unternehmen könnten es sich länger leisten, 55-jährige unter hohem finanziellen Aufwand in den Vorruhestand zu schicken.

Hauke Hannig
Leiter Unternehmenskommunikation / Pressesprecher ebm-papst Gruppe
Phone: +49 7938 81-7105
Fax: +49 7938 81-97105
hauke.hannig@de.ebmpapst.com

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