Pressearchiv 2010

04.05.2010

ebm-papst Gruppe wächst im Umweltbereich - Jahr der Weltwirtschaftskrise gut bewältigt - Ventilatorspezialist profitiert von Energiespardiskussion

Mulfingen/Stuttgart, die ebm-papst Unternehmensgruppe hat die weltweite Wirtschaftkrise im Branchenvergleich gut bewältigt. Das zum 31. März 2010 endende Geschäftsjahr schloss der Weltmarktführer von Ventilatoren und Motoren mit einem Umsatz in Höhe von 986 Mio. € (- 6,6%) ab. Im laufenden Jahr rechnet das Technologieunternehmen mit einem Umsatzerlös von rund 1,030 Mrd. € (+ 4,5%).

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf hohem Niveau. Rund 60 Neuprodukte, u.a. die Weltneuheit RadiCal, ein strömungstechnisch optimierter Energiesparventilator, der für den Hermes Award der Hannover Messe nominiert war, stehen vor Serienanlauf.
Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf hohem Niveau. Rund 60 Neuprodukte, u.a. die Weltneuheit RadiCal, ein strömungstechnisch optimierter Energiesparventilator, der für den Hermes Award der Hannover Messe nominiert war, stehen vor Serienanlauf.
 
Die weltweite Bereitschaft in "Grüne Technologien" zu investieren nimmt weiter zu. So stieg der Anteil an effizienter EC-Technologie gegenüber herkömmlichen AC-Produkten erneut an.
Die weltweite Bereitschaft in "Grüne Technologien" zu investieren nimmt weiter zu. So stieg der Anteil an effizienter EC-Technologie gegenüber herkömmlichen AC-Produkten erneut an.
 
Schwerpunkt von Forschung und Entwicklung sind Ventilatoren und Motoren, die leichter, leiser und energiesparender sind, als deren Vorgängerlösungen.
Schwerpunkt von Forschung und Entwicklung sind Ventilatoren und Motoren, die leichter, leiser und energiesparender sind, als deren Vorgängerlösungen.

"Seit Dezember befindet sich das Unternehmen wieder auf Wachstumskurs", so Hans-Jochen Beilke, Vorsitzender der Geschäftsführung der ebm-papst Gruppe. "Zugute kommt uns", so der Unternehmenschef, "dass die weltweite Bereitschaft in 'Grüne Technologien' zu investieren weiter zunimmt und damit unsere energiesparenden Produkte verstärkt nachgefragt werden". So stieg der Anteil an effizienter EC-Technologie gegenüber herkömmlichen AC-Produkten erneut an.

Die breite Diversifizierung zahlte sich im Krisenjahr positiv für ebm-papst aus. Während die Umsatzerlöse in den Segmenten IT/Telekommunikation und Maschinenbau deutlich sanken, zeigten sich die Geschäftsfelder Automotive/Verkehr, Heiztechnik, Luft- und Klimatechnik sowie Hausgeräteindustrie stabil zum Vorjahr. Erfreulich war ein prozentual zweistelliges Umsatzplus im Bereich der Kältetechnik. Auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien und der Brennwerttechnik steigerte der Ventilatorspezialist die Umsatzerlöse erneut auf nun über 120 Mio. €.

Die Exportquote blieb gegenüber dem Vorjahr mit etwa 70% konstant. In Asien wurde aufgrund des Rückgangs im Bereich IT/Telekommunikation ein Umsatzerlös von 163 Mio. € (-10%) erzielt. Auf dem amerikanischen Kontinent lag der Umsatz mit 110 Mio. € um 8% hinter Vorjahr. Die Umsatzerlöse in Europa fielen beim Pionier stromsparender EC-Ventilatoren leicht auf 316 Mio. € (- 3%). Osteuropa zeigte dabei einen positiven Trend. In Deutschland setzte ebm-papst 302 Mio. € (- 4%) um.

Um die führende Marktstellung auf dem Gebiet energiesparender Ventilatoren und Antriebe weiter auszubauen, hielt ebm-papst die Ausgaben für Forschung und Entwicklung an den Standorten Landshut und Mulfingen auch im Krisenjahr auf Vorjahresniveau. In Deutschland beliefen sich die Ausgaben für F&E auf 52 Mio. €. Rund 60 Neuprodukte, u.a. die Weltneuheit RadiCal, ein strömungstechnisch optimierter Energiesparventilator, der für den Hermes Award der Hannover Messe nominiert war, stehen vor Serienanlauf.

Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Produkte ist für ebm-papst probates Mittel gegen Nachbau und Markenpiraterie. Trotzdem, so schätzt das Unternehmen, gehen rund 150 Mio. € durch Nachahmer verloren. "Wir werden dieser Situation zukünftig verstärkt durch den Schutz unseres Eigentums mit Patenten, Geschmacksmustern und Markenrechten begegnen", weiß Beilke.

ebm-papst investierte im vergangenen Jahr 48 Mio. €. Davon entfielen etwa 42 Mio. € auf die inländischen Standorte Mulfingen, St. Georgen und Landshut. Frühzeitig reagierte der Technologieführer mit der Senkung seiner Kosten. An allen Standorten wurden die Produktionskapazitäten zeitweise angepasst. Um die Stammbelegschaft in Deutschland weitgehend zu halten, wurden alle beschäftigungspolitischen Maßnahmen, wie die Reduktion der flexiblen Zeitarbeitskonten, der Abbau von Leiharbeit sowie der Einsatz von Kurzarbeit, angewandt. "Es war gut, wie die Bundesregierung das Instrument der Kurzarbeit schnell und unbürokratisch eingeführt hat", so Hans-Jochen Beilke. In der Spitze (Mai 2009) waren rund 2.000 ebm-papst Mitarbeiter von der Maßnahme betroffen. Durch gleichzeitigen Abbau der Arbeitszeitkonten wurde im Durchschnitt jedoch nur 4 Tage pro Monat kurzgearbeitet. Mit Ende des Geschäftsjahres waren noch 312 Mitarbeiter der St. Georgener Tochterfirma von Kurzarbeit betroffen.

Das Technologieunternehmen ebm-papst beschäftigte zum Geschäftsjahresende weltweit 10.226 Mitarbeiter. Gegenüber Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme von
knapp 5%. Im Inland blieb die Mitarbeiterzahl mit 5.081 (-0,5%) nahezu konstant. Von zentraler Bedeutung für ebm-papst ist der Bereich Aus- und Weiterbildung. Alle Auszubildenden wurden auch im Krisenjahr übernommen. Die Ausbildungsquote in Deutschland blieb konstant bei über 5%. Trotz großem Engagement spürt der Weltmarktführer den Beginn des demographischen Wandels durch erstmals rückläufige Bewerberzahlen am Standort Mulfingen (-25%). "Wir haben in den ersten Tagen ausschließlich unsere Auszubildenden als Standbesetzung auf die Hannover Messe geschickt. Damit wollten wir unseren Nachwuchs für die guten Leistungen belohnen und für die gute Qualität der Ausbildung in Deutschland, insbesondere bei ebm-papst, werben. Das Projekt war ein voller Erfolg und vom Besuch der Bundeskanzlerin Angela Merkel gekrönt", freut sich der Unternehmenschef.

ebm-papst Mulfingen, Sitz der Unternehmenszentrale, erzielte mit 496 Mio. €. einen Umsatz, der +1,2% über Vorjahr lag. Die Zahl der Mitarbeiter nahm, resultierend aus einem starken Wachstum im letzten Quartal, leicht auf 2.595 Mitarbeiter zu.

Auf erfreulichem Weg zeigt sich die Situation bei ebm-papst St. Georgen. Das schwarzwälder Tochterunternehmen mit Produktionswerk in Herbolzheim war aufgrund von starken Brancheneinbrüchen in IT/TK und Maschinenbau sowie einer ehemals für 300 Mio. € Umsatz ausgelegten Unternehmung in Schwierigkeiten geraten. Nach Reorganisationsmaßnahmen befindet sich das Unternehmen mit einem Umsatz von 199 Mio. € knapp 15% hinter Vorjahr, jedoch lassen starke Auftragseingänge des 2. Halbjahrs, die doppelt so hoch wie im Vorjahr liegen, auf eine Entspannung hoffen. ebm-papst St. Georgen beschäftigte zum 31. März 2010 1.464 Mitarbeiter (Vorjahr 1.532). 312 Mitarbeiter befinden sich noch in Kurzarbeit.

Das bayerische Tochterunternehmen ebm-papst Landshut entwickelte sich gut. Der Umsatzerlös lag mit 205 Mio. € knapp 2% über Vorjahr. Die Zahl der Mitarbeiter stieg um 23 Personen auf 1.022 leicht an. ebm-papst Landshut konnte die Position als Branchen- und Technologieführer bei Gasgebläsen halten. Das mikroprozessgesteuerte System 'LambdaConstant', mit dem in modernen Gasheizungen ein optimaler und umweltgerechter Verbrennungsprozess geregelt wird, zählt im Jahr 2010 zu den Preisträgern des bundesweiten Wettbewerbs 365 Orte im Land der Ideen.

Für das neue Geschäftsjahr 2010/2011 erwartet die ebm-papst Gruppe einen Umsatzzuwachs von rund 4,5% auf 1,030 Mrd. €. Die Planung unterstellt, dass das erste Halbjahr stärker als das zweite ausfällt. Damit trägt das Unternehmen der noch existierenden Marktunsicherheit Rechnung, obgleich der Markt optimistisch eingeschätzt wird. Deutliche zweistellige Wachstumsimpulse erwartet ebm-papst in Asien (insbesondere China) sowie in den USA. "China und die USA haben realisiert, welche Vorteile grüne Produkte und Energieeffizienz mit sich bringen - es herrscht eine steigende Nachfrage nach Lösungen, die helfen, negative Umwelteinflüsse zu reduzieren", freut sich Beilke.
Aus Branchensicht erwartet der Ventilatorspezialist zweistellige prozentuale Zuwächse im Bereich der Umwelttechnik, der Luft- und Klimatechnik sowie im Maschinenbau. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden weiter durch den hohen Anspruch als Technologieführer bestimmt. Ein F&E Budget von rund 55 Mio. € plant ebm-papst allein für die deutschen Standorte. Schwerpunkt von Forschung und Entwicklung sind Ventilatoren und Motoren, die leichter, leiser und energiesparender sind, als deren Vorgängerlösungen. In Sachanlagen wird ebm-papst rund 70 Mio. € weltweit investieren, davon allein etwa 60 Mio. € an den deutschen Standorten.

Die zentrale Strategie des Unternehmens heißt 'GreenTech'. Unter diesem Begriff führt ebm-papst den Wandel vom Hersteller energieeffizienter Ventilatoren und Motoren zum ganzheitlich grünen Unternehmen seit 3 Jahren konsequent durch. Rund 20 Maßnahmen, wie u.a. eine CO2 orientierte Fuhrparkumstellung, Wärmedämmung an Gebäuden, Energieeinsparungen bei Kompressorstationen und Produktionsanlagen, möchte ebm-papst im laufenden Geschäftsjahr umsetzen.

Hauke Hannig
Leiter Unternehmenskommunikation / Pressesprecher ebm-papst Gruppe
Phone: +49 7938 81-7105
Fax: +49 7938 81-97105
hauke.hannig@de.ebmpapst.com

ebm-papst Mulfingen GmbH & Co. KG
Deutschland
Bachmühle 2
74673 Mulfingen