Pressearchiv 2010

10.02.2010

Wie arbeiten wir in der Zukunft – Hans-Jörg Bullinger sprach in Niederstetten

Prof. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, referierte zum Auftakt der jährlich stattfindenden ebm-papst Führungstagung über die kommenden Trends der Arbeitswelt.

Der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft präsentierte die kommenden Trends der Arbeitswelt.
Der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft präsentierte die kommenden Trends der Arbeitswelt.

"Arbeit der Zukunft, Zukunft der Arbeit – Turbulente Zeiten benötigen kreative Köpfe", lautete das Thema vor Rund 60 Führungskräften des Ventilatorenspezialisten.

Bereits der Schriftsteller Max Frisch, so Bullinger, wertete die Krise als einen produktiven Zustand, den man nutzen sollte. Aktuell registriere man, dass sich das Weltwirtschaftsklima aufhelle. Die Stimmung sei derzeit in der Industrie jedoch deutlich besser als die tatsächliche wirtschaftliche Lage. Die positiven Wachstumsraten, so Bullinger, würden auf das schlechte Jahr 2009 bezogen, nicht jedoch auf das Boomjahr 2008. "In Deutschland müssen wir weiterhin besser und schneller sein, um die benötigten höheren Preise erzielen zu können", forderte Bulliger. Er führte aus, dass sich China nicht zuletzt deshalb so stark entwickelt, da dort unsere besten Maschinen eingesetzt würden.

Für die Arbeit der Zukunft gelte, dass die Lebenserwartung zukünftig deutlich steigen wird. So werden im Jahre 2060 bereits ähnlich viel 20jährige wie über 80jährige in Deutschland leben. Die Bevölkerungszahl, die heute bei rund 82 Mio. liege werde dann bei 65 bis 70 Mio. stehen. Dies bedeute, so Prof. Bullinger, dass die jetzigen Arbeitssysteme mit einer Verrentung im Alter von 65 Jahren nicht mehr passen werden.

Auch wird das Anwachsen der Stadtbevölkerung weiter zunehmen, rechnet der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft vor. Bereits im Jahre 2050 werden doppelt soviel Menschen in Megastädten leben, was große Herausforderungen für die Stadtplanung der Zukunft mit sich bringen wird. Eine Schlüsselressource von Morgen sieht Bullinger im Bereich der Gesundheit. Dieser Sektor wird ein Kernelement der kommenden Ökonomie. Symptombekämpfungsmedizin wird von pro-aktiver Gesundheitsvorsorge abgelöst. Globalisierung, Mobilität, Flexibilisierung der Arbeitswelt sowie eine Wissensgesellschaft mit der Fähigkeit des unaufhörlichen Ent-lernens und Wieder-lernens seien weitere Entwicklungen der Zukunft.
Der positive Trend in der Energieeffizienz setze sich fort, so Bullinger. Das Konsumieren mit gutem Gewissen wird zum Wachstumsmotor und der Boom in der Umwelttechnologie hält an, so der Professor. ebm-papst hätte sich mit seiner Vorreiterrolle bei energiesparenden Ventilatoren bereits einen Namen gemacht und mit dem Engagement bei "GreenTech" ganzheitlich für die Zukunft ausgerichtet.

Was die Neudefinition des Arbeitsplatzes angehe, so erwartet Bullinger einen Wechsel vom festen Arbeitsplatz im Betrieb hin zum Telearbeitsplatz außerhalb des Unternehmens. Allein die Tatsache, dass heute nur 24 % der Ideen inmitten der Firma entstehen und 76 % außerhalb, bestätigen schon heute den Trend.
Desk-Sharing, d.h. das aufgabenspezifische Zusammensetzen von Mitarbeitern ohne festen Schreibtisch wird ebenfalls die Richtung bestimmen, wie die Zunahme von Arbeitskräften, die freiberuflich für Unternehmen tätig sein werden. Moderne Unternehmen werden zukünftig eher von Kultur als von Struktur, geprägt sein, so Bullinger abschließend.

"Die Welt verändert sich schnell und wer stehen bleibt geht unter" so Hans-Jochen Beilke, Vorsitzender der Geschäftsführung der ebm-papst Gruppe. "Ich sehe ebm-papst jedoch auf einem guten Weg, da wir in vielen Segmenten aktiv sind, die Prof. Bullinger als zukünftige Megatrends ausgemacht hat", so der Unternehmenschef des Ventilatorspezialisten. Gerade auch die frühzeitige Entwicklung von energieeffizienten EC-Ventilatoren und die mit "GreenTech" bezeichnete Unternehmensausrichtung hin zur "Grünen" Firma seien richtige Entscheidungen gewesen.

Für die Führungstagung, einer zweitägigen Klausursitzung mit dem Ziel Verbesserungspotentiale zu erfassen, Lösungskonzepte und Maßnahmen zu entwickeln und das "wir" Gefühl zu stärken, hätte der Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft viele Impulse gesetzt, die nun berücksichtigt würden, so Beilke abschließend.

Hauke Hannig
Leiter Unternehmenskommunikation / Pressesprecher ebm-papst Gruppe
Phone: +49 7938 81-7105
Fax: +49 7938 81-97105
hauke.hannig@de.ebmpapst.com

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