Welchen Aufwand muss ich für die Meldung in der SCIP-Datenbank einkalkulieren?

Der Aufwand für die ECHA-Meldung kann sehr unterschiedlich sein und hängt insbesondere von der Menge der Daten ab, die zusammengetragen werden müssen. Diese Daten müssen auf der Ebene der Erzeugnisse bereitgestellt werden. Als Erzeugnis betrachtet die Datenbank die kleinsten oder grundlegendsten Einheiten, die nach ihrer Herstellung existieren können. Sie können direkt in Verkehr gebracht oder in einem komplexen Gegenstand verarbeitet werden. Daher liegt die Pflicht zur Übermittlung der Daten immer beim ersten Lieferanten der Erzeugnisse in der Lieferkette. 

Zur Vorbereitung der Eintragung der Daten wird Erstellung eines umfangreichen SCIP Dossiers empfohlen, in dem alle notwendigen Daten und Angaben zu den Erzeugnissen gesammelt sind.

Etwas geringer wird der Aufwand, wenn einzelne Erzeugnisse bereits in der Datenbank eingetragen sind.  In diesem Fall können Hersteller von komplexen Gegenständen, Verarbeiter von Erzeugnissen oder Händler auf das sogenannte “Referencing” zurückgreifen und auf bereits eingestellte Daten Bezug nehmen. Alternativ wird die “Simplified SCIP Notification” SSN angeboten, eine vereinfachte SCIP Meldung. Diese ist insbesondere für Händler gedacht.

Der größte Aufwand fällt dort an, wo die Verwendung der Stoffe analysiert werden muss. Auch die Beschaffung der Daten von Lieferanten außerhalb der EU und die Ergänzung von Lieferverträgen ist mit einem enormen Aufwand verbunden - und der steigt exponentiell mit der Dichte an Chemikalien oder anderen meldepflichtigen Stoffen.